IBM CFO-Studie 2010: Der CFO wandelt sich vom Finanzjongleur zum Informationsmanager

Die Rolle des Finanzchefs als Berater bei strategischen Unternehmensentscheidungen wird immer wichtiger

Select a topic or year


Düsseldorf - 04 Mai 2010: In der gegenwärtig größten Studie unter Finanzmanagern und -vorständen (CFOs) nach der Wirtschaftskrise ermitteln die Unternehmensberater von IBM, dass mehr als 60 Prozent der Befragten erhebliche Veränderungen in ihrem Unternehmen planen. Ihr Ziel ist es, ihre Organisation auf die geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser einzustellen. Über 70 Prozent geben an, heute bereits einen erheblichen Einfluss auf zentrale Unternehmensentscheidungen zu haben, allerdings verfügen nur 50 Prozent über die zur Entscheidungsunterstützung notwendigen Informationen und das Instrumentarium, daraus wertsteigernde Erkenntnisse für das Unternehmen zu gewinnen.

Für die Studie hat IBM mehr als 1.900 CFOs und Finanzmanager in 81 Ländern und 35 Branchen weltweit befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Arbeitsziele des CFOs in den vergangenen fünf Jahren dramatisch verschoben haben: Stand bei der CFO-Studie 2005 unter anderem das Thema „unternehmensweite Datenintegration“ nur für 35 Prozent der Befragten auf der Agenda, liegt dieser Wert nun bei 73 Prozent – ein Anstieg um 109 Prozentpunkte. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch beim Thema Risikomanagement: Hier sehen sich heute 77 Prozent der CFOs in der Pflicht, gegenüber 40 Prozent in 2005. Bei den Themen Kostenreduktion, Geschäftsstrategie und Performance Management sind die Chef-Finanzer ebenfalls stärker denn je eingebunden. Über 70 Prozent geben an, heute bereits einen erheblichen Einfluss auf zentrale Unternehmensentscheidungen zu haben. Über die notwendigen Informationen sowie die richtigen Werkzeuge, um bei Unternehmensentscheidungen unterstützend wirken zu können, verfügen nach eigenen Angaben jedoch nur 50 Prozent der Befragten.

Seit der ersten IBM CFO-Studie im Jahr 2003 haben CFOs regelmäßig beteuert, sich bei ihrer Arbeit stärker auf fundierte Datenanalysen stützen zu wollen und damit ihre Beraterrolle im Hinblick auf strategische Unternehmensentscheidungen weiter auszubauen. Aber nur wenige CFOs haben hierbei echte Fortschritte erzielt: „Finanzabteilungen verbringen immer noch fast die Hälfte ihrer Zeit mit der reinen Verarbeitung von Transaktionen“, sagt Thomas Hillek, Partner in der Unternehmensberatung IBM Global Business Services. „Außerdem werten fast 40 Prozent ihre Finanzdaten manuell aus und mehr als 35 Prozent haben auch noch keine unternehmensübergreifende Reporting-Plattform.“

Die vernetzte Finanzfunktion – der CFO als „Value Integrator“
Etwa jeder vierte CFO verfügt über eine vernetzte Finanzfunktion und erzielt deshalb bessere Resultate als die Kollegen. Die Unternehmen dieser CFOs überzeugen mit außergewöhnlich guten Unternehmenskennzahlen. Diese erzielen sie, weil ihre Organisationen bei genauerer Analyse zwei entscheidende Kriterien erfüllen:

Unternehmen mit einer vernetzten Finanzfunktion schneiden bei praktisch allen untersuchten Finanzkennzahlen besser ab als alle übrigen. Bei der Rendite auf investiertes Kapital (ROIC) sind sie 30 Prozent besser als der Durchschnitt aller Unternehmen, beim Umsatzwachstum haben sie im Vergleich ein Plus von 49 Prozent. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist bei diesen Unternehmen mehr als 20 Mal höher als beim Durchschnitt aller Unternehmen.

Die Mehrheit der Studienteilnehmer geht darüber hinaus davon aus, dass anspruchsvolle Analytik dazu beitragen kann, Korrelationen im Unternehmen zwischen scheinbar unzusammenhängenden Informationen zu identifizieren und Muster zu erkennen, die sonst kaum nachzuvollziehen wären. Denn genau von diesen Fähigkeiten hängt es ab, ob die Finanzfunktion ihre neue starke Rolle als Informationsmanager und als Berater bei strategischen Unternehmensentscheidungen langfristig überzeugend wahrnehmen kann. Die Verantwortung für das Thema „Business Intelligence“ und die Integration aller geschäftskritischen Informationen liegt damit zunehmend beim CFO.

Über die globale IBM CFO-Studie
Die Ergebnisse der Studie beruhen auf einer im Frühjahr und Sommer 2009 von der Unternehmensberatung IBM Global Business Services, Financial Management Services, und der IBM eigenen Forschungseinrichtung Institute for Business Value (IBV) durchgeführten Befragung. Über 1.900 CFOs und leitende Finanzmanager aus 81 Ländern und 35 Branchen nahmen an strukturierten Interviews oder Online-Befragungen teil. Sie gaben Auskunft darüber, wie Finanzprofis die Themen Business Performance Management, Risikomanagement und Governance einschätzen. Die Befragungen wurden überwiegend von IBM Mitarbeitern persönlich durchgeführt, während ein geringer Anteil online erfolgte. IBM führt die Studie seit 2003 im zweijährlichen Rhythmus durch. Die komplette IBM Studie können Sie herunterladen unter: www.ibm.com/de/pressroom/pdf/cfostudy-2010-en.pdf

Über IBM Global Business Services
Mit Beratungsexperten in über 160 Ländern ist IBM Global Business Services die größte Beratungsorganisation der Welt. IBM Global Business Services bündelt Beratungs- und Geschäftsprozess-Expertise für unterschiedliche Branchenanforderungen der Kunden. Zu den Beratungsfeldern gehören Strategy & Change, Supply Chain Management, Customer Relationship Management, Financial Management, Human Capital Management, IT-Services (Integration und Management von Applikationen) sowie die Beratungseinheit für Business Analytics and Optimization. Mit diesen Services deckt IBM Global Business Services die komplette unternehmerische Wertschöpfungskette ab. Unternehmen jeder Größenordnung erwartet ein umfassendes Angebot, angefangen von ersten strategischen Überlegungen über die Implementierung der passenden Lösungen bis hin zu deren Betrieb. Im Vordergrund stehen innovative Transformationsleistungen, mit denen Kunden sich vom Wettbewerb differenzieren, Reserven für Wachstum freisetzen sowie ihre Kosten senken, die Effizienz steigern und mehr Flexibilität erreichen können.

Weitere Informationen über IBM Global Business Services finden Sie unter http://www.ibm.com/services/bcs/de.

Weitere Informationen für Journalisten
Dagmar Domke
IBM Deutschland GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
IBM Global Business Services
Karl-Arnold-Platz 1a
40474 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 476-1913
Mobil: +49 (0)170-480 8228
E-Mail: dagmar.domke@de.ibm.com

Verwandte XML-Feeds
Themen XML-Feeds
Analytics
News about IBM solutions that turn information into actionable insights.
Finanzierung
Hardware-Leasing, Finanzierung von Software und Services
Services und Lösungen
IT-Services, Webhosting, IT-Training, Consulting, Outsourcing, Finanzmanagement, IT-Leistung und -Kosten, Kundenbeziehungen, Lieferkette und Geschäftsabläufe, Personalmanagement

Weitersagen

Kontaktieren Sie uns!