Siemens Healthineers und IBM Watson Health schließen globale Allianz für Population Health Management

Die Allianz soll Gesundheitsdienstleister weltweit befähigen, die Gesundheitsversorgung durch eine stärkere Evidenzorientierung zu verbessern

Select a topic or year


Cambridge, Massachusetts, und Erlangen, Deutschland - 11 Okt 2016: IBM und Siemens Healthineers haben eine fünfjährige, globale strategische Allianz im Bereich „Population Health Management“ (PHM) geschlossen. Die Allianz verfolgt das Ziel, Krankenhäuser, Gesundheitssysteme, integrierte Gesundheitsnetzwerke aber auch andere Gesundheitsdienstleister dabei zu unterstützen, eine evidenzorientierte medizinische Versorgung (englischer Fachbegriff: value based healthcare) bereitzustellen. Dabei steht vor allem die Versorgung von Patienten mit komplexen, chronischen und kostspielig zu behandelnden Krankheitsbildern wie Herzerkrankungen oder Krebs im Vordergrund.

Die auf das Gesundheitswesen zielende Allianz ist die Erste ihrer Art für beide Unternehmen, die bereits langjährige globale Partnerschaften in verschiedenen anderen Industriebereichen haben, darunter IBMs Zusammenarbeit mit Siemens Building Technologies, Siemens PLM und Siemens Digital Grid. Darüber hinaus markiert das Bündnis den Einstieg von Siemens in das datengestützte und evidenzbasierte Gesundheitsmanagement (englischer Fachbegriff: Population Health Management).

Siemens Healthineers und IBM Watson Health möchten Ärzte und andere medizinische Experten dabei unterstützen, grundlegende Veränderungen im Gesundheitswesen zu bewältigen. Dazu zählen die stetig wachsende Menge und Vielfalt von Gesundheitsdaten, die weltweit alternde Bevölkerung, die steigende Anzahl chronisch Erkrankter, die Veränderung der Erstattungsmodelle sowie die Digitalisierung und zunehmende konsumentenorientierte Gesundheitsversorgung.

„Durch PHM wird die Patientenversorgung zu einem umfangreicheren, aber koordinierten Umfeld, in dem manuelle Routineaufgaben automatisiert werden. Diese Lösungen werden außerdem bisher isolierte Systeme vereinen, Faktoren aufspüren, die Erkrankungen negativ beeinflussen, Patienten stärker einbeziehen und Behandlungsergebnisse auf unterschiedlichen Ebenen messbar machen“, sagt Koustav Chatterjee, Frost & Sullivan Transformational Health Industry Analyst. „Ich erwarte, dass ein Wandel von volumenbasierter zu ergebnisorientierter Medizinversorgung die Anwendung von PHM-Technologie und Service-Lösungen beschleunigt. Das wird den Versorgern effektiv helfen, chronische Krankheiten zu managen und Überversorgung vorzubeugen.“

Die Allianz setzt auf die Expertise und die globale Reichweite beider Unternehmen: Dazu zählt die Erfolgsbilanz von Siemens Healthineers hinsichtlich der Einführung technologiegetriebener Innovationen bei einer großen Kunden-Bandbreite und IBMs herausragende Cognitive-Analystics-Angebote für die Gesundheitsversorgung. Im Rahmen der Partnerschaft wird Siemens Healthineers PHM-Lösungen und Services von IBM Watson Health anbieten. Diese Angebote sollen den Bedarf von Gesundheitsdienstleistern und Gesundheitssystemen nach Analysen und Reports sowie Patienten-Eigenengagement in einer ergebnisorientierten Gesundheitsversorgung decken. Zusätzlich begleitet Siemens Healthineers Gesundheitsdienstleister während ihrer Umstellung auf werteorientierte Versorgung mit Consulting-Leistungen.

Unter anderem hat Siemens Healthineers Zugang zum IBM Watson Care Manager. Diese neue kognitive Lösung von IBM hilft Gesundheitsdienstleistern und Patienten besser zusammenzuarbeiten, um die individuelle Gesundheitsförderung zu verbessern. Watson Care Manager setzt kognitive Analysemethoden ein, um aus unterschiedlichsten klinischen und individuellen Daten neue Erkenntnisse zu ziehen. Mit diesen Informationen können medizinische Experten chronisch Kranke besser betreuen und individueller beraten.

„Wenn wir unsere Stärken kombinieren, können Siemens Healthineers und IBM die Gesundheitsversorger effektiv beim Übergang zur ergebnisorientierten Gesundheitsversorgung begleiten“, sagt Matthias Platsch, Leiter von Services bei Siemens Healthineers. „Siemens Healthineers bringt intensive Partnerschaften mit Gesundheitsdienstleistern ein, sowie das notwendige Know-how rund um klinische Arbeitsabläufe, Services und digitale Gesundheitstechnologien, um PHM-Angebote zu unterbreiten. Die neue Allianz passt perfekt in das Services-Geschäft von Siemens Healthineers. Damit werden wir den rasant wachsenden PHM-Markt erschließen, der aller Erwartung nach eine signifikante Rolle innerhalb der ganzheitlichen ergebnisorientierten Gesundheitsversorgung spielen wird.“

Im Rahmen der strategischen Allianz beabsichtigen IBM und Siemens außerdem, gemeinschaftlich neue PHM-Angebote zu entwickeln und bereitzustellen. Dazu wird jeder Partner seine Expertise und sein Portfolio einbringen, einschließlich der Produkte, die dem Watson-Health-Portfolio durch Akquisitionen, wie Phytel und Explorys, hinzugefügt wurden.

„Die Gesundheitsversorgung steht vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Sowohl reife als auch sich entwickelnde Märkte konzentrieren sich zunehmend darauf, wie sich Ergebnisse für Patienten optimieren lassen, die Qualität für Individuen aber auch für breite Bevölkerungen standardisiert wird und Kosten gesenkt werden”, sagt Deborah DiSanzo, General Manager für IBM Watson Health. „Siemens und IBM sind ideale Partner, um an der Spitze dieser Entwicklung zu arbeiten und so eine personalisierte Gesundheitsversorgung in den Vereinigten Staaten und weltweit zu ermöglichen.“

Diese Presseinformation finden Sie unter www.siemens.com/press/PR2016100026HCDE

 

Über IBM Watson Health: Eine neue Ära der Datenverarbeitung: Watson ist das erste Cognitive-Computing-System, das kommerziell einsetzbar ist. Das Computer System, über die Cloud angeboten, analysiert große Datenmengen, versteht komplexe Fragen in natürlicher Sprache und schlägt auf Fakten basierende Antworten vor. Watson lernt kontinuierlich und erlangt durch jede Interaktionen ein immer tieferes Wissen. Im April 2015  wurde IBM Watson Health und die Watson Health Cloud-Plattform angekündigt. Die neue Einheit soll dabei helfen, die Fähigkeiten von Doktoren, Forschern und Versicherern innovativ zu verbessern dank der Einblicke in persönliche Gesundheitsdatenmengen, die jeden Tag entstehen und auch geteilt werden. Die Watson Health Cloud verschlüsselt individuelle Identitäten, damit diese Informationen geteilt und mit den stetig wachsenden Daten aus der Medizin und Forschung kombiniert werden können. Mehr Informationen über IBM Watson Health: www.ibm.com/watsonhealth.

Siemens Healthineers ist das separat geführte Healthcare-Geschäft der Siemens AG. Es unterstützt Gesundheitsversorger weltweit dabei, aktuelle Herausforderungen zu meistern und sich in ihrem jeweiligen Geschäftsumfeld weiterzuentwickeln. Als führendes Unternehmen der Medizintechnik entwickelt Siemens Healthineers sein Produkt- und Serviceportfolio stetig weiter. Das gilt für die Kernbereiche der Bildgebung für Diagnostik und Therapie sowie für die Labordiagnostik und die molekulare Medizin. Zusätzlich werden die Angebote im Bereich digitale Gesundheitsservices und Krankenhausmanagement gemeinsam mit den Betreibern stetig weiterentwickelt, um sie dabei zu unterstützen, Betreiberrisiken zu minimieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu entwickeln.

Im Geschäftsjahr 2015, das am 30. September 2015 endete, erzielte Siemens Healthineers ein Umsatzvolumen von 12,9 Milliarden Euro und einen Gewinn von mehr als 2,1 Milliarden Euro und ist mit rund 45.000 Beschäftigten weltweit vertreten. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com/healthineers

Weitersagen

Kontaktieren Sie uns!