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Interview mit Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung IBM Deutschland GmbH, General Manager DACH IMT


Ehningen - 10 Mär 2014: Interview Tim Cole mit Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung IBM Deutschland GmbH, General Manager DACH IMT

1. Das Motto der CeBIT in diesem Jahr heißt „Datability“. Was versteht IBM darunter?

Der Begriff „Big Data“ begegnet uns ja gerade aus allen Ecken und Enden unseres beruflichen und privaten Alltags unter vielen verschiedenen Perspektiven. Datability setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: „Big Data“  und, „Ability“ – angelehnt auch an sustainability und responsibility – und beschreibt die Fähigkeit, mit solchen Daten verantwortungsbewusst umzugehen. 

2. Digitale Vernetzung verändert bekanntlich alles – auch die Unternehmensprozesse. IBM spricht in diesem Zusammenhang gerne vom „Smarter Enterprise“.

Das Smarter Enterprise hat zwei Facetten. Zum einen stellen wir fest, dass der Kunde durch die Digitalisierung und Vernetzung immer mehr in den Mittelpunkt rückt. Kunden werden anspruchsvoller, Kunden sind – auch dank Sozialer Netzwerke - besser informiert, Kunden können via Internet immer schnellere Entscheidungen treffen. Also stellt sich die Frage, wie binde ich den Kunden viel intensiver als früher in meine Geschäftsstrategie und meine Geschäftsprozesse ein. Die andere Seite ist: die vorhandenen Daten und Informationen von Kunden und aus dem Markt, bieten den Unternehmen selbst viele neue Möglichkeiten, um schneller auf die vorhandenen Kundenbedürfnisse zu reagieren. Das heißt Unternehmen, die sich proaktiv mit den vorliegenden Daten beschäftigen, stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit. Ein Beispiel für intelligente Datenanaylse ist der „Connected Car“. Auf der CeBIT zeigen wir gemeinsam mit Continental, wie Daten nahezu in Echtzeit vom Fahrzeug in die Backend-Systeme übertragen werden, wobei noch im Datenstrom erste Analysen möglich sind. So kann nach einem vordefinierten Muster der Autofahrer im Ernstfall beispielsweise vor Glatteis oder einem zu niedrigen Ölstand gewarnt werden.

3. Wie wird man so ein Smarter Enterprise?

Smarte Unternehmen stellen den Kunden in den Mittelpunkt. Prozesse sind heute nicht mehr nach Geschäftsbereichen oder Abteilungen aufgestellt, sondern bilden eine horizontale Sicht des Marktes und der Kunden ab. Die Frage lautet: Wie verbinde ich den Kunden mit meiner Entwicklung, mit meinem Einkauf, mit meiner Marketingabteilung? Kurz: Wie vernetze ich mein Unternehmen horizontal, um bereits vorhandene Daten und Informationen durch das Unternehmen hindurch fließen zu lassen? Um solche Prozesse implementieren zu können bedarf es auch einer Smarten Führungsmannschaft, die Transparenz und Transformation im eigenen Unternehmen vorantreibt. Das zusammengenommen macht das Smarter Enterprise aus.

4. Wie steht Deutschland in Sachen Vernetzung, Stichwort Industrie 4.0, da?

In Deutschland wird die Diskussion um Industrie 4.0 sehr ernsthaft und intensiv geführt. Über die unterschiedlichen Branchen und Unternehmen wurde erkannt, welches Potenzial besonders für den deutschen Maschinen- und Anlagebau in diesem Thema steckt. In den vergangenen Monaten haben wir in den verschiedenen Arbeitsgruppen einen konzeptionellen Vorschlag erarbeitet, der im Jahr 2014 nun aus der Diskussion in die Umsetzung gelangt. Ein Beispiel können wir schon konkret in Hannover zeigen: ein 3D-Drucker, der als smarte Produktionseinheit die gesamte Wertschöpfungskette exemplarisch darstellt.

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