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Mittelstand sucht integrierte Strategie

IBM CxO-Studie: Mehrheit im Mittelstand verfügt derzeit nicht über integrierte digitale Strategie
Entscheider wollen Partner und Kunden stärker einbinden

Ehningen - 04 Dez 2013: Nur zwei von fünf Mittelständlern verfügen derzeit über eine integrierte digitale Strategie, mit der sie Kunden und Partner für Entscheidungsfindungen einbinden. Zudem nutzen erst 13 Prozent des Mittelstandes die Analyse von Kundeninformationen – doch das soll sich ändern: So die Ergebnisse der jüngsten IBM CxO-Studie „The Customer-activated Enterprise – Insights from the Midmarket“. Für die Mehrheit der befragten Entscheider – darunter CEOs, CMOs oder CIOs – hat höchste Priorität, die digitale und physische Welt zu vereinen, um Kundenbeziehungen neu zu gestalten. Mit mehr Offenheit und Transparenz gegenüber Kunden, Partnern und Mitarbeitern soll vor allem die Wertschöpfung gesteigert werden.

„Die Prioritäten der mittelständischen Führungskräfte verschieben sich – statt nach innen gerichteter Steigerung von Effizienz und Produktivität wollen sich Unternehmen stärker nach außen für Kunden und Partner öffnen”, so Martina Fiddrich, Geschäftsbereichsleiterin Mittelstand Deutschland, Österreich und Schweiz bei IBM. „Denn Unternehmen haben erkannt, dass sie mit einer zeitgemäßen Kundeninteraktion erfolgreicher werden. Doch die angestrebte Offenheit und Transparenz setzt voraus, dass eine integrierte digitale Strategie vorhanden ist.“

IBM Studie analysiert Mittelstand weltweit
Eine integrierte digitale Strategie gehört jedoch zur Ausnahme im Mittelstand – erst 43 Prozent sind entsprechend aufgestellt. Etwa ein Viertel (26 Prozent) der Unternehmen haben diese Aufgabe nur ansatzweise verwirklicht und rund ein Drittel (31 Prozent) verfügen über keine digitale Strategie. So eine zentrale Erkenntnis aus der aktuellen IBM Studie „The Customer-activated Enterprise – Insights from the Midmarket“, für die das IBM Institute for Business Value mittelständische Führungskräfte – so genannte CxOs (Chief x-Officers) – weltweit befragt hat.

Die Studie zeigt auch, dass nach Meinung der CxOs die Technologie einer der wichtigsten Faktoren bleibt, der die Zukunft ihres Unternehmens in den kommenden drei bis fünf Jahren beeinflusst. Dabei verstehen sie Technologie nicht nur als Infrastruktur zur Umsetzung einer Geschäftsstrategie, sondern auch als Faktor, der neue Strategien überhaupt erst ermöglicht.

Mehr Offenheit und Transparenz ist angesagt
Der Aufbau von Netzwerken mit Mitarbeitern, Partner und Kunden ist ein zentraler Punkt der strategischen Veränderung, die mittelständische CxOs in den nächsten Jahren in ihrem Geschäftsumfeld sehen. Ein Weg, auf dem sich bereits viele Mittelständler befinden, wie weitere Ergebnisse der IBM Studie belegen: So wollen 70 Prozent der Entscheider ihr Partnernetzwerk ausbauen und verstärkt mit ihnen in Dialog und Interaktion treten. Auch die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens soll von heute 52 auf über 90 Prozent steigen. Ziel ist es, die Wertschöpfung für das Unternehmen zu erhöhen und so neue Impulse für Innovation und Wachstum zu erhalten.

Auch gegenüber Kunden wollen sich Unternehmen stärker öffnen und sie noch aktiver einbinden als bisher. Bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen beteiligen sich bereits 82 Prozent der Kunden – bis 2017 soll der Wert auf 90 Prozent anwachsen. Insbesondere bei der Gestaltung von Geschäftsmodelle und Strategien sollen Kunden intensiver teilnehmen: Während heute bei 43 Prozent der Befragten die Kunden aktiv das Geschäftsmodell beeinflussen, sollen es mittelfristig 60 Prozent werden. Eine integrierte digitale Strategie bedingt jedoch eine kulturelle und organisatorische Transformation, bei der Unternehmen ihre Technologien und Prozesse konsequent auf die Kunden ausrichten: Wurden Kunden bisher eher im Rahmen von Kundensegmenten wahrgenommen und bedient, steht heute der Kunde als Individuum im Mittelpunkt.

Integrierte digitale Strategie führt zum Erfolg
Der Mittelstand hat erkannt, dass Meinungen und Ideen in Social-Media-Kanälen gleichbedeutend mit Kundenwünschen sind. Daher ist 87 Prozent der befragten CMOs (Chief Marketing Officer) eine konsistente Strategie wichtig, die alle sozialen und digitalen Kanäle umfasst. Auch die Analyse der Kundeninformationen als Grundlage fundierter Geschäftsentscheidungen soll in den nächsten Jahren deutlich steigen: von heute 13 auf über 80 Prozent.
Vor allem mittelständische CMOs arbeiten an einer integrierten digitalen Strategie: So beabsichtigen 87 Prozent, in den nächsten drei bis fünf Jahren ihre Kunden über möglichst viele – klassische wie digitale – Kanäle zu erreichen und die Informationen aus diesen zu bündeln. Darüber hinaus wollen sie auf soziale Netzwerke setzen, um die Interaktion mit Kunden und Mitarbeitern zu fördern – dies geschieht vor allem über mobile Endgeräte. Hier bieten sich flexible Lösungen aus der Cloud an, um all dies schnell und kostengünstig auf die Beine stellen zu können.

Insbesondere im Mangel durchgängiger Social-Media-Konzepte sehen viele mittelständische Führungskräfte ein Hindernis, ihr Unternehmen digital besser aufzustellen – für rund zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten drückt hier der Schuh am meisten. Zudem sind mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Meinung, es sei schwierig, den Return on Investment zu bestimmen.

Entscheider setzen auf die Stimme des Kunden
Heute sind Kunden, die in der digitalen Welt mehr Einfluss und mehr Möglichkeiten als je zuvor haben, für jedes Mitglied der Führungsebene von zentraler Bedeutung. So wollen etwa 83 Prozent der in der Studie befragten CIOs (Chief Information Officer) vor allem Unternehmensbereiche mit vielen Kundenkontakten in den nächsten Jahren digitalisieren. Im Mittelpunkt steht ein verbessertes Kundenerlebnis. Hierfür sollen vor allem Daten von mobilen Endgeräten und aus den sozialen Netzwerken genutzt werden. Sie sehen das Potenzial für Innovation, dass an der Schnittstelle zwischen digitaler und physischer Welt entsteht.

Über die weltweite IBM 2013 CxO-Studie:
Das IBM Institute for Business Value ist Teil von IBM Global Business Services und bietet mit ihren Studien strategische Einsichten für Entscheider im öffentlichen sowie privaten Sektor. Die globale C-suite Studie „The Customer-activated Enterprise“ ist das Ergebnis von persönlichen Gesprächen mit über 4.000 CxOs aus 70 Ländern – die Mittelstandsstudie ist Teil davon. Für diese Studie wurden insgesamt CxOs aus 312 mittelständischen Unternehmen befragt, ein Drittel davon aus Westeuropa. Dieses Jahr vereint die Studie zum ersten Mal die Perspektiven der gesamten Führungsebene, um einen ganzheitlichen Überblick über die Unternehmensagenda für das 21. Jahrhundert zu erhalten.

Link zur IBM Studie „The Customer-activated Enterprise – Insights from the Midmarket“
http://www.ibm.com/midmarket/us/en/csuite2013.html

Über IBM:
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.ibm.com/de/de

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